Allgemeine Betrachtungen zur Entwicklung des ultraleichten Helikopters mit hydroelastischer Kopfkippsteuerung

Konventionelle Helikopter, auch die der Ultraleichtklasse, sind echte Profigeräte, die sehr teuer in der Anschaffung und Unterhaltung sind.
Weiter wird ein hoher Ausbildungsgrad, der weit über dem eines "Flächen-Piloten" liegt, von dem Bedienpersonal abverlangt. Die Ausbildung, die kostenintensiv ist, lässt sich aus Sicherheits-gründen leider nicht "abspecken"

Dies sind Gründe, die den Helikopter somit in der UL-Szene noch zum Exotendasein verbannen.

Erläuterung der Idee

Die Gerätetechnick muss wesentlich vereinfacht werden, bei gleichzeitiger Minimierung von
systembedingten Gefahrenmomenten bei der Bedienung.

Dies versuche ich mit meiner hydroelastischen Kopfkippsteuerung und Niedrigblatteinstellwinkel zu erreichen. Auftriebseffektivität und Manövrierfähigkeit werden zwar etwas zu Gunsten der Sicherheit eingeschränkt, diese sollte aber speziell bei der Hobbyfliegerei absolute Priorität haben.

Mit Einsatz dieses elastischen Steuerelementes fallen fast alle beweglichen und wartungsintensiven Teile der bisher komplizierten Rotorkopfmechanik weg. Die zyklische Steuerung wird über die kontrollierte Deformation der elastischen Kupplung vorgenommen.

Es ist somit, wie auch die herkömmliche Kopfkippsteuerung, eine Mischsteuerung aus schwerpunktverlagernden und aerodynamischen Elementen, hat aber den Vorteil elastischer Freiheiten im Rotorkopf, die Spannungen und Vibrationen bekämpfen. Der Rotorlauf könnte damit weicher und sauberer werden. Dies muss aber noch praktisch nachgewiesen werden.

Weiter ist vorgesehen auf die kollektive Verstellung ganz zu verzichten und den Rotor bei aerodynamischer Verwindung der Blätter im Grenzbereich zur Autorotation zu betreiben. Somit erreicht man zwar erst genügend Auftrieb bei einer erhöhten Rotordrehzahl, womit man den effektiven Bereich verlässt (ähnlich wie Rotoren mit Blattspitzenantrieb), aber es bedarf keines Umschaltens auf Autorotation bei Triebwerksausfall. Lediglich der Rotor muss so eingestellt werden, dass er von unten angeströmt wird.

Ein so ausgelegter Minihelikopter dürfte sich, abgesehen von der Richtungssteuerung (dies könnte mittels Gyro wie beim Modellheli entschärft werden), nicht wesentlich schwerer als ein Tragschrauber fliegen lassen und damit ein taugliches Mittel für verschiedene Anwendungsbereiche sein.